Die Toleranz für die Differenz zwischen uns

Von Jens Faber-Neuling – Gesellschaft – Bewusstsein

In einer Demokratie dürfen, können und müssen wir mit der Differenz zwischen uns Menschen klarkommen, sonst brauchen wir das Wort – Demokratie – nicht in den Mund zu nehmen, geschweige denn ein System leben, welches diesen, ich nenen es mal – Wert – Demokratie „auffährt“.

Bemühe ich Google zur Definition von Toleranz, folgt :

  1. bildungssprachlich [ohne Plural]

das Tolerantsein (1); Duldsamkeit

„keine, null Toleranz an den Tag legen“

2. Medizin

begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber [schädlichen] äußeren Einwirkungen (besonders gegenüber Giftstoffen oder Strahlen)

Oder auch zu einer recherchierten Erklärung:

„Der Begriff Toleranz kommt vom lateinischen Wort „tolerare“. Man kann es mit „erdulden“ oder „ertragen“ übersetzen. Sich tolerant zu verhalten bedeutet aber mehr als andere Menschen nur irgendwie zu ertragen. Tolerant sein heißt, jeden Einzelnen so zu akzeptieren, wie er ist.“

Wenn wir nach diesen Erklärungen gehen und uns dann fragen, ob wir in Deutschland in einer Demokratie leben, könnten wir ins Stottern geraten.

Für eine Demokratie dürfen wir mit den Differenzen zwischen uns Menschen klarkommen. Mit dem, was der andere denkt, fühlt und wie er dadurch handelt. Wir müssen Meinungsfreiheit aushalten und nicht nur so tun und an diese undemokratische Bedingungen knüpfen.

In einem System, einer Gesellschaft und Kultur in der viele verschiedenen Individuen miteinander leben, wird eine Gleichschaltung von Meinungen, Überzeugungen und Absichten nicht funktionieren.

Frei sein bedeutet, frei zu denken, zu fühlen, zu kommunizieren und zu handeln, solange „man“ nicht in die Freiheit des anderen eingreift. Oder ist das naives Denken eines freiheitsliebenden Wesens, wie ich eines bin?

Vielleicht möchten ja doch 95% der Gesellschaft etwas Vorgekautes zu sich nehmen und Ziele, Visionen und Werte anderer übernehmen und leben? Vielleicht kommen auch viele Menschen mit dem Andersein der anderen weniger klar.

Bestimmt gibt es solche Menschen die lieber weniger bis keine Verantwortung über ihr eigenes Leben, über ihren Körper, Geist uns ihre Seele übernehmen wollen. Jedoch die Mehrheit glaube ich, wünscht sich ein selbstverantwortliches Leben, in dem selbst gedacht wird und das Andersein des Gegenübers toleriert wird. Doch von dieser Mehrheit sehen und hören wir weniger, da sie es wohl eher nach Innen statt nach Aussen leben und kommunizieren, im Schutze der Herde.

Wo wir mal wieder bei der Angst wären, die hemmt, manipuliert und in unsere Entscheidungen reinpfuscht, da Angst Schleier setzt und die klare Sicht der Dinge vernebelt und wir den Überblick nicht haben, gepaart mit der Urangst vor dem Tod, die gedachte Endlichkeit unseres Seins, die Kontrolle zu verlieren und das Unwissen, was dann?

Auch hier ist es hilfreich sich das Wort Toleranz zur Hilfe zu nehmen und zwar sich selbst gegenüber, seine Ängste erst einmal annehmen, tolerieren und im nächsten Schritt einmal auf das Gespenst „Angst“ zugehen um zu erkennen, vielleicht ist es doch nur ein weißes Laken, welches auf dem Stuhl merkwürdig herumhängt. Auch die Differenzen in uns selbst bedürfen unserer Aufmerksamkeit und die Annahme dessen, das es so ist.

Die Meinung des Anderen hat die gleiche Daseinsberechtigung wie die Eigene.

Wenn dem, von jemanden, einem Menschen, einer Gruppe, einer Institution oder ähnlich, nicht so sein sollte, dann dürfen wir auf die Absicht dahinter schauen. Die Intoleranz darf hinterfragt werden. Die Absicht und der Antrieb in einem kapitalistischen System hat häufig etwas mit Geld und Macht zu tun und die Kontrolle und Steuerung der „öffentlichen“ Meinung um Absicht/en zu stären und beizubehalten. Die Absicht hier kann ähnlich die eines totalitären, diktatorischen Systems sein, dies der Macht – und hier möchte „man“ auch nicht gerne abweichende Meinungen, also die Differenz zulassen und versucht diese mit Hilfe verschiedener Methoden loszuwerden und ist um Gleichschaltung im Meinungskorridor bemüht.

Nicht nur aus meiner Sicht ist eine Gleichschaltung von Menschen auf Dauer nicht möglich. Der Faktor Zeit und das Gesetz der Polarität und Rhythmus bringt stets Alternatives zu Tage und der Wandel ist schon wieder da.

In diesem Sinne und im Vertrauen auf die Naturgesetze alles erdenklich Gute!

Jens Faber-Neuling, 1968 in Koblenz am Rhein geboren, lebt mit seiner Familie in Bad Vilbel.

Autor, Redakteur, Bewusstseinstrainer und Mentcoach, Berater, Gründer des GIE-Institut für Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung.

Schreibt Lyrik, Aphorismen, Texte, Essays, Artikel und Sach- u. Fachbücher für Themen wie Potentialentschaltung und Bewusstseinserweiterung. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und Einzeltitel – Bücher.

Bücher: „Mittendrin ist nicht genug“, „Glück ist eine Entscheidung“, „Nutze Deine Kraftquellen“ „In Liebe zur Liebe“ erschienen im Wiesenburg Verlag




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