Die Kunst des Einfachen

Die Kunst des Einfachen von Jens Faber-Neuling – Bewusstsein

Im Bezug meiner gewählten Überschrift, ist mir ein Satz im Gedächnis geblieben, der da lautet:

„Einfach ist einfach, weil Einfach einfach ist.“

Ich fand diese Aussage schon damals hilfreich. Ein Wort, welches viel ausmachen kann, jedoch bescheiden wirkt.

Im Laufe der Jahrzehnte, in denen ich mit Menschen „arbeite“, ist EINFACH eines der Schlüsselworte und einer der erfolgreichsten , ich nenne es mal, Methoden. Erfolgreich, weil wirksam.

Viele Menschen, die in einer Sackgasse stecken bleiben oder bestimmte, gewünschte Ziele nicht erreichen, denken, fühlen und handeln eher kompliziert und auch häufiger bis ständig, zu viel.

Zu viel von dem, was eben nicht weiterbringt, was nicht wirksam ist. Es wird zu Hauf um den heißen Brei gedacht, gefühlt und gesprochen. Nenne das Kind beim Namen, oder wie heißt es so schön?

Einfach gestalten und nicht zu viel verwalten. Kinder bauen Sandburgen und zerstören sie dann wieder. Es geht um das Bauen, das Gestalten.

„Mach es einfach!“ So möchte man diesen Menschen hinterher rufen.

Das ist im doppelten Wortsinn, schon die Lösung. Mach es! – einfach! Für Leistungsportler ein sinnvolles Mindset. Der Start ist die halbe Miete, ins Rollen zu kommen. Also das Starten, Beginnen und es einfach machen, um etwas zu überwinden, was scheinbar „schwerfällt“

Leben ist einfach. Es funktioniert einfach. Das Leben als solches denkt nicht darüber nach. Es überlegt nicht, es ist einfach, wie es ist.

Wir selbst sind es, die eine Bewertung abgeben, etwas verkomplizieren, eine Bürokratie drumherum bauen und uns eine Menge: Wenn, dann´s, ja – aber´s, vor unser geistiges Auge klemmen un ddie Hürde dann scheinbar anwachesen zu lassen.

„Bist Du gerade produktiv oder nur beschäftigt?“ . Auch so ein Satz, eine Fragestellung, die uns zum Wesentlichen lockt, denn alles andere, außerhalb des Wesentlichen ist Überfluss, Last zum nachtragen und nicht sinvoll zu gebrauchen, also unnütz, nicht von Nutzen.

Wir selbst sind es auch, die eine Wahl haben. Möchte ich kompliziert oder einfach mein SEIN. Und wenn, warum möchte ich es lieber kompliziert?

Bin ich der Meinung, habe ich eine Prägung, es müsse schwer sein, damit es etwas Wert ist, wird es so sein.

Darf es einfach sein, ist es einfach. Vielleicht anfänglich nach Veränderung nicht leicht, jedoch einfach.

Wie alles im Leben, eine Frage der Sicht, der Konditionierung, aber auch diese liegt immer in unserer eigenen Hand und im Auge des Betrachters. Die Wahrheit hat immer einen Standpunkt. Wir haben die Wahl diesen, unseren Blickwinkel zu ändern.

Wir dürfen unsere Werte hinterfragen, unsere Konditionierung überprüfen. Sind sie, ist es noch aktuell für meine Lebenssituation? Bin ich immernoch zu klein für…?

Auch eine Gesellschaft kann dies tun.

Kulturen dürfen nach Ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt werden. Sind die alten „Normals“ noch gut, sinvoll und zeitgemäß?

Knabbert eine Gesellschaft vielleicht noch an ihrer Vergangenheit und darf sie vielleicht besser mit einem Umdenken beginnen?

Ist Angst und Schuldgefühl angebracht, sinnhaft und vorallem hilfreich für das hier und jetzt und in und für die Zukunft einer Kultur, einer Gesellschaft?

Stellen wir gerne immer die Frage; – Wem nützt was / welche Absichten stecken dahinter? – und wir kommen ins Verstehen von Zusammenhängen.

Es passiert ja sowieso alles am und im Fluss des Leben. Universelle Gesetzmäßigkeiten, wie Ursache und Wirkung, Rhythmus, Entsprechnung … gelten und wirken.

Die Wirklichkeit ist das was wirkt für jeden einzelnen, in der Familie, Gesellschaft und global. Wir können nicht ohne Naturgesetze und die Wesen, die Menschen, die sich am besten an diese Anpassen, sie instinktiv und oder bewusst nutzen, leben im Fluss, ausgeglichen und ganzheitlich in unserer polaren Welt.

Wir sind es immer selbst, die entscheiden, was und wie sie denken, komunizieren und dann in die Handlung damit kommen.

Es ist einfach! Viel Erfolg!

Jens Faber-Neuling, 1968 in Koblenz am Rhein geboren, lebt mit seiner Familie in Bad Vilbel.

Autor, Redakteur, Coach und Trainer, Gründer des GIE-Institut für Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung. Schreibt Lyrik, Aphorismen, Texte, Essays, Artikel und Sach- u. Fachbücher für Themen wie Potentialentschaltung und Bewusstseinserweiterung. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und Einzeltitel – Bücher.

Bücher: „Mittendrin ist nicht genug“, „Glück ist eine Entscheidung“, „Nutze Deine Kraftquellen“ „In Liebe zur Liebe“ erschienen im Wiesenburg Verlag




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Eine Antwort zu „Die Kunst des Einfachen”.

  1. Lieber Jens, vielen Dank für deinen guten Beitrag zum Nützlichkeitsdenken. Dem stimme ich fast ganz zu. denn es gibt da noch eine Lust, die über den Utilitarismus hinausgeht (schon das Fremdwort war ja überflüssig und verkompliziert, gefällt mir aber einfach, zweifach). Ich denke schon auch, dass Kunst und Kultur gerade davon lebt, dass es unnütze und komplizierte Menschen gibt. Die Felder der Nützlichkeit wie zum Beispiel Politik oder Wissenschaft, Psychologie, da ist das in Ordnung. Barockes Ornament mit viel unnützer und das Auge verwirrender Schönheit, oh ja! Andere finden das dann häßlich. Oh ja. auch gut. Ich finde da sind wir oft nicht einfach genug, es gelassen kompliziert zu nehmen.

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